Projiziert man gleichzeitig viele parallele Linien, also ein Liniengitter,
so wirkt jede Hell-Dunkel-Kante wie ein Lichtschnitt. Jedoch hat man
bei herkömmlichen Verfahren das Zuordnungsproblem der hellen Linien
im Bild zu der richtigen Projektions-Linie. Das Verfahren des Codierten
Lichtansatzes behebt diese Vieldeutigkeit durch die Aufnahme einer Sequenz
von Bildern. Bei jedem Bild werden die Projektionslinien individuell
hell oder dunkel geschaltet, so dass die Hell-Dunkel-Folge für
jede Linie eindeutig ist. Betrachtet man ein einzelnes Bildelement in
der Kamera, so "sieht" dieses Bildelement eine eindeutige Hell-Dunkel-Folge,
die sich über eine Tabelle eindeutig genau derjenigen Projektionslinie
zuordnen lässt, die das Oberflächenelement beleuchtete.
LCD-Linienprojektoren bieten die Möglichkeit, die Projektionslinien
individuell hell und dunkel zu schalten. Damit wird der 'Codierte Lichtansatz'
in einer industrietauglichen robusten Form ermöglicht und ein absolutes
Messverfahren mit einem Liniengitter realisiert.
|
 |